neues

vom reiz des neuen angezogen, an den horizont gehen mit der einzigen sicherheit, dass dort unbekanntes wartet. sich mit ganzem herzen in ein neues abenteuer zu stürzen fühlt sich ein bisschen so an, als würde man sich in einem kleinen bötchen auf den ozean begeben um nach neuem land zu suchen. inspirierend und angsteinflössend.

unsicherheit ist nicht schlimm. es ist eine universelle erfahrung, die wahrscheinlich auch schon eine mücke erlebt hat (ausser vielleicht hier in bhutan, weil hier keine tiere umgebracht werden dürfen. darum wird alles fleisch auch aus indien importiert. fraglich wie moralisch das dann ist… was ich kenne, sind die dabei unhygienischen zustände, aber dazu hier mehr). unbekanntheit mag unangenehm sein, aber nicht schlecht. und trotzdem laufen wir meist von ihr davon, lenken uns ab. doch es geht nicht darum, etwas zu überwinden oder ein test zu bestehen. dinge verstehen wir nie wirklich – sie tauchen auf und verschwinden wieder. werden zu neuem. das denken, dass wir anhaltende freude durch die vermeidung von leid erleben können, wird im buddhismus samsara genannt. es ist ein aussichtsloser, nie endender kreislauf des leidens. gemäss der ersten der vier noblen wahrheiten besteht dieser solange, wie der mensch von beständigkeit überzeugt ist.

die kunst besteht darin, jedem ereignis raum zu geben. raum für trauer, raum für erleichterung, raum für kummer, raum für freude. auch dann, wenn ein resultat nicht unseren erwartungen entspricht. was wir als gut oder schlecht empfinden, definieren unsere erfahrungen. das ist, was uns das leben immer und immer wieder realisieren lässt: nichts ist, was wir denken das es ist. wenn wir eine situation nicht zu lösen versuchen, verursachen wir keinen schmerz indem wir uns selbst manipulieren und optimieren, sondern können uns von festgefahrenen denkmustern und idealen lösen. es ist eine transformative erfahrung zu pausieren, die kontrolle abzugeben. nur zu beobachten, anstatt den entstandenen leerraum zu füllen und die ruhelosigkeit aber auch die stille und offenheit zu spüren. zu erfahren wie gefühle uns bewegen, wie sie unsere wahrnehmung kolorieren, aber auch wie instabil und vergänglich sie sind. wenn wir die überzeugung aufgeben, dass unsicherheit und angst beseitigt werden können, haben wir den mut unbegründetheit zu erleben. von der gewohnheit des verstehen-wollens in neuen situationen loszulassen. alle muster und gewohnheiten aufzugeben, neue aspekte des lebens kennen zu lernen und das leben in allen facetten zu erleben.

 

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