entdecken

als besucher erhält man oft nur einen beschränkten einblick in die vielfalt eines landes. und die bhutanesische regierung erleichtert einem mit einer strikten (ein)reisepolitik (da hilft auch studentenvisumextrawurst nur bedingt) nicht gerade. es mag ein bisschen geld und ein paar nerven kosten – what to do, würden die bhutanesen dazu sagen. ein bisschen von dem was westler als ineffizienz bezeichnen würden, flexibilität und kreativität beim suchen einer alternativen lösung, gehören hier dazu. manchmal auch etwas mehr davon, aber irgendwie kommt immer alles gut. darum konnte auch ich mich mit kollege, guide und fahrer aufmachen um ein paar neue hügel und täler zu entdecken.

thimphu

gestartet haben wir in thimphu mit scharfem essen (ema datsi, what else? …das ist reis mit chilli und käse – grob genommen die hauptzutaten für jedes bhutanesische essen. und ich liebe es – wahrscheinlich, weil meine geschmacksnerven wegen chillischärfe inzwischen verbrannt sind) und dem besuch von all dem, das man findet wenn man ‚thimphu sehenswürdigkeiten‘ googelt. darum hier, genauso rebellisch, ein bild von grafittis in bhutan.

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dochula pass

weiter gehts zum dochula pass, einem 360° aussichtspunkt mit unglaublichem blick auf die schneebedeckten himalaya-gipfel im norden des landes. zumindest theoretisch, gesehen haben wir vor allem nebel, aber schön wars trotzdem.

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die 108 chorten symbolisieren das allgegenwärtige bewusstsein buddhas und wurden in gedenken an die bhutanesischen soldaten, welche im süden des landes gegen indische rebellen aus assam kämpften, gebaut.

warum bei 3100 m.ü.m. aufhören? getreu dem motto wennscho, dennscho gings zu fuss nochmals 1.5 stunden bergauf zum lungchutse monestary. dank der wolken sah ich beim laufen nicht, wie viele höhenmeter noch anstanden und sie schafften eine wunderbar-mystische stimmung. …so guet.

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wongdoe und punakha

in bhutan ist alles abhängig von höhenmetern – von subtropischen bis zu alpinen zonen gibts hier alles. in einem tal. dann spielt der nordindische monsun noch ein bisschen mit. auf jeden fall zaubern sie in wongdoe und punakha die grünsten reisfelder ever hervor. und tragen allgemein zu einer vielfältigen flora, fauna und viel anderem grünen zeugs bei.

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…wirklich so, hanf wächst hier am strassenrand. vielleicht sind die kühe hier (vor allem im vergleich zu indien) aufgrund des kifferhungers so wohlgenährt?

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aber zurück zum seriösen touristenprogramm: dem dzong in punakha – grösstes, schönstes aber nur zweitältestes kloster in bhutan.

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’nur‘ vier stunden schotterpiste weiter befinden wir uns am nächsten tag im gangtey-tal.

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noch ein paar kurven weiter findet man im nächsten tal den wohl schönsten flecken erde: phobjika

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paro und haa

wir haben uns auch im bhutanesischen nationalsport, dem bogenschiessen versucht. wesentlich professioneller sah es dann aber in paro mit den modernen compound-bögen aus.

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bogenschiessen spielt in vielen bhutanesischen mythen und legenden eine wichtige rolle. an feiertagen (und eigentlich auch sonst immer) duellieren sich teams in turnieren und im trinken – das gehört dazu. genauso wie die jährlich daraus resultierenden quotentoten. aber eigentlich sind die bhutanesen sehr treffsicher und das bogenschiessen ist eine art der sozialisation und des zelebrierens. so wird auch jeder treffer ins schwarze mit einem freudetänzchen und gesang gefeiert.

natürlich sind wir auch wieder mal auf ein hügelchen raufgeklettert – dieses mal der höchste pass bhutans auf fast 4000 m.ü.m. einen zwischenstop haben wir im nonnenkloster kile la eingelegt.

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nachher gings auf der anderen seite alles wieder runter ins haa-tal.

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at last but not least noch die touristenattraktion par excellence: das taktsang (tiger’s nest). gemäss legende flog guru rinpoche auf dem rücken eines tigers aus tibet und meditierte drei jahre, drei monate, drei tage und drei stunden in einer höhle 900 meter über dem paro-tal, wo heute das kloster in den berg gebaut ist, um dämonen zu bezwingen. …wir unerleuchteten mussten rauflaufen aber es hat sich gelohnt:

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3 Antworten auf “entdecken”

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